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Die Rechtsprechung zum stationären Off-Label-Use ist reformbedürftig

Bildquelle: Kohlhammer

Die Rechtsprechung zum stationären Off-Label-Use ist reformbedürftig

Die Rechtsprechung zum stationären Off-Label-Use ist reformbedürftig

Der Einsatz von Arzneimitteln außerhalb ihrer zugelassenen Indikation (Off-Label-Use, OLU) erfolgt im stationären Bereich vorwiegend bei seltenen und schwerwiegenden Erkrankungen (1). Für viele dieser Erkrankungen stehen keine zugelassenen Therapien zur Verfügung. Auch sind OLU-Anwendungen erforderlich, wenn etablierte Therapie-Optionen versagen oder aufgrund ihres Nebenwirkungsprofils im Einzelfall ungeeignet sind. Von einigen Krankenkassen wird die Erstattung der Kosten für Off-Label-Use Behandlungen systematisch strittig gestellt. Die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) zum stationären Off-Label-Use hat sich verschärft. Das Autorenteam zeigt: Ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Hamburg ist aus medizinischer Sicht ein erster Schritt in Richtung auf eine Rechtsprechung, die der komplexen Behandlungsrealität gerecht wird.

Die Rechtsprechung zum stationären Off-Label-Use ist reformbedürftig